Von China nach Europa

Die Entwicklung des Porzellans

620 n. Chr. Erstmalige Herstellung in China
7. Jh. Entfaltung einer bedeutenden Porzellanindustrie in Japan. In Europa wird fieberhaft  an der Nachahmung des begehrten Porzellans gearbeitet. Ehrenfried Walther von Tschirnhaus gelang 1708 das Porzellan ein zweites Mal zu entdecken. Doch erst der in Schleiz geborene Johann Friedrich Böttgers, der im Dienst August des Starken stand, konnte durch seine Weiterentwicklungen am 28.03.1709 die Erfindung des ersten europäischen Porzellans vermelden.
1710 Gründung der ersten deutschen Produktionsstätte im Meißen auf der Albrechtsburg
1722 Einführung des Meißner Markenzeichens bis heute: die gekreuzten Schwerter
1746 Gründung Höchster Porzellanmanufaktur
1747 Gründung der Manufaktur Fürstenberg
1777 Gründung der Manufaktur Graf von Henneberg
Um 1850 Zahlreiche Neugründungen in Franken aufgrund des reichen Kaolinvorkommens in dieser Region, z. B Firma Hutschenreuther in Selb. Aber auch Thüringen entwickelte sich in diesem Zeitraum zu einem Zentrum der Porzellanindustrie. In diese Epoche fällt die Fraureuther Porzellanmanufaktur.

 

Chinesisches Porzellan, handbemalt und gestapelt

Chinesisches Porzellan


Die Herstellung von Porzellan

  • Drei Grundstoffe: KAOLIN – QUARZSAND – FELDSPAT
  • Der Quarzsand wird gemahlen und die drei Grundstoffe unter Zusetzung von Wasser gemischt.
  • Die entstandene Masse wird gedreht, gepresst oder gegossen.
  • So geformte Gegenstände werden getrocknet und anschließend bei 900°C verglüht.
  • Nun erfolgt die Glasierung und bei 1.400°C der Glattbrand. Etwa 32 Stunden dauert der Brennvorgang, weitere 48 Stunden verbleibt das Brenngut im Ofen zum Abkühlen.
  • Jetzt erfolgt die Gestaltung des Porzellans: künstlerisch wertvolle Handmalerei oder auch Abziehbilder werden aufgebracht.
  • Vollendung des Porzellans durch einen letzten Brand im Dekorbrandofen bei etwa 800°C

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